25 Jahre Mauerfall
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  25 Jahre Wende,     Wende seit 25 Jahren,     Gefallen und gefeiert
 
25 Jahre Wende
 
Vor 25 Jahren schien die Ungerechtigkeit zu explodieren.
Dann schien endlich Schluß damit und dem Ausspionieren
von unbescholt´nen Bürgern, die einfach nur
ein ganz normales Leben wollten.
Wir trauten uns, auf die Straße zu gehen.
Und heute, sehen wir 'ne etwas andre Fahne wehen.
Und heute haben wir noch mehr Bürokratier pur,
Arbeitslosigkeit, neue Ungerechtigkeit, das ist nicht, was wir wollten!

Wir wollten für alle Gerechtigkeit und Freiheit!
Wir haben uns von einer Diktatur befreit,
aber frei und wirklich gerecht
leben wir besonders im Osten immer noch nicht.
Viele Rechte müssen wir uns noch erkämpfen.
Wenn Jobcenter und andre Behörden immer wieder Hoffnung dämpfen,
ist das nicht wirklich erstrebenswert.
Irgendwas läuft hier total verkehrt!

25 Jahre Wende
und Ungerechtigkeit hat noch kein Ende.
Die Stimmung ist ähnlich wie damals.
Wir sind wütend auf Ungerechtigkeit,
aber müde geworden und 25 Jahre älter,
soziale Behörden ä,rmer und kälter,
unter uns fehlen Zusammenhalt und Gemeinsamkeit,
die baut sich nur langsam auf, langsamer als damals.

Wir haben einiges erreicht in 25 Jahren,
einiges wurde gerettet oder neu aufgebaut,
aber es dauert zu lange, bis das Wüsten-Eis taut.
Der vor 25 Jahren aufgewirbelte Staub
scheint oftmals wie im Sande verweht,
weil Vieles viel zu langsam vorwärts geht.
Für die Ziele von 1989 sind sogar manche schon wieder taub,
aber die nicht erfüllten müssen wir noch erkämpfen und bewahren!

© Karin Vogler, Rudolstadt, 25.02.2014           zum Seitenanfang  
 


Wende seit 25 Jahren
 
Ein Blatt der Geschichte hat sich gewendet.
Ziele von 1989 sind bei weitem nicht alle vollendet.
Wir hofften, in ein paar Jahren
die Welt hier bei uns zu verbessern.
Jetzt, nach 25 Jahren,
scheint´s manchmal, als hätte die Welt uns vergessen.

Unsere Revolution von damals
ist irgendwie unvollständig.
Wann geht es endlich weiter?
Warum erklettern manche nur die Karriereleiter?
Viele zieh´n durch blühendes Unkraut sehr wendig
ähnlich wieder zum Arbeitsamt wie 20 Jahre vormals.

Wann geht die Wende weiter?
Und hoffentlich bleibt sie auch friedlich!
Die Probleme sind jetzt andre und keineswegs niedlich.
Die Stimmung vor 20 und 15 Jahren schien heiter.
Aber die Entwicklung blieb stecken.
Nur Gemeinsamkeit kann sie wieder erwecken.

© Karin Vogler, Rudolstadt, 25.02.2014           zum Seitenanfang  
 


Gefallen und gefeiert
 
Mauer gefallen
und Freiheit gefeiert.
Überall tolles Gefühl
in dem großen Gewühl,
Euphorie - wunderbar,
Menschenwürde endlich unantastbar.
Nach 'm Vierteljahrhundert,
sind wir oft noch verwundert.
Wir haben uns damals befreit
und feiern nun die Einheit,
sind doch irgendwie tief im Osten vergessen,
uns're Ziele war'n doch nicht vermessen,
leider noch lange nicht erreicht,
haben wir für alle Gerechtigkeit!

Nach 25 Jahren
ein schöner Anlaß,
Erinnerung zu bewahren,
und auch für 'n bißchen Spaß.
Schöne Feste
überall gefeiert,
wie sie gefallen.
Sind auf 'ner Zwischenstation,
oft herrscht noch rauher Ton.
Gesetze mit falscher Feder
zu schnell geschrieben,
so daß viele auf der Strecke blieben.
Vieles geht zu langsam.
Bürokratie legt Vieles lahm.
Leider nicht jeder
trägt 'ne weiße Weste.

Würden Mauern in den Köpfen fallen,
im Osten wie im Westen,
das wäre für uns alle am besten!

© Karin Vogler, Rudolstadt, 09.11.2014           zum Seitenanfang  

 

  weite Welt
... weite Welt ... näher ... und doch so weit ...

 

Vignette aus meinem Buch Meine erste Reise ... Karin Vogler




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